Häufige Fragen
Antworten rund um Scan-Ergebnisse, den Score und die Grenzen automatisierter Prüfungen.
Was genau prüft a11y Score?
a11y Score lädt die angegebene URL in einem echten Browser und prüft den gerenderten Inhalt mit axe-core, dem Open-Source-Regelwerk von Deque Systems, gegen WCAG 2.1 auf Konformitätsstufe AA sowie zusätzliche Best-Practice-Regeln.
Bedeutet „keine Verstöße gefunden“, dass die Seite vollständig barrierefrei ist?
Nein. Automatisierte Tests wie axe-core finden zuverlässig nur einen Teil der WCAG-Kriterien — Schätzungen gehen von etwa 30–50 % aus. Dinge wie eine sinnvolle Lesereihenfolge, die Qualität von Alternativtexten oder eine logische Tastaturbedienung lassen sich nur durch manuelle Tests und im Idealfall durch Nutzer:innen assistierender Technologien zuverlässig beurteilen. Ein gutes Ergebnis hier ist ein guter Ausgangspunkt, kein Vollständigkeitsnachweis.
Wie wird der Score (A–G) berechnet?
Jeder Verstoß wird nach Schweregrad gewichtet (kritisch am höchsten, gering am niedrigsten), zusätzlich beeinflusst die Anzahl betroffener Elemente und ob es sich um eine WCAG- oder reine Best-Practice-Regel handelt die Gewichtung. Aus der Summe aller Abzüge ergibt sich ein Zahlenwert von 0–100, der in eine Note von A (sehr gut) bis G (stark eingeschränkt) übersetzt wird.
Warum WCAG 2.1 Stufe AA und nicht AAA?
Stufe AA ist der Standard, den die meisten gesetzlichen Vorgaben verlangen — in der EU insbesondere der European Accessibility Act (EAA), in Deutschland umgesetzt durch das BFSG. Stufe AAA enthält einzelne Kriterien, die für ganze Websites praktisch kaum vollständig erreichbar sind, weshalb sie selten als flächendeckendes Ziel vorgeschrieben wird.
Erfüllt meine Website die gesetzlichen Anforderungen (BFSG/EAA), wenn der Scan keine Verstöße zeigt?
Ein guter Scan-Score ist ein starkes Indiz, aber keine Rechtsberatung und keine offizielle Konformitätsbescheinigung. Rechtliche Konformität hängt von der vollständigen Website (nicht nur der gescannten Seite), von Kriterien ab, die automatisiert nicht prüfbar sind, und von der jeweiligen Auslegung der gesetzlichen Vorgaben. Bei rechtlicher Unsicherheit empfiehlt sich eine Beratung durch Fachleute für digitale Barrierefreiheit.
Warum bekomme ich manchmal ein „aus dem Cache“-Ergebnis?
Um Server-Ressourcen zu schonen, werden Scan-Ergebnisse für eine begrenzte Zeit zwischengespeichert. Wurde eine URL kürzlich schon gescannt, bekommst du das gespeicherte Ergebnis sofort zurück, statt dass die Seite erneut geprüft wird.
Was ist der Unterschied zwischen „Verstöße“, „unvollständig“ und „nicht anwendbar“?
Verstöße sind eindeutig festgestellte Probleme. „Unvollständig“ bedeutet, axe-core konnte nicht automatisch entscheiden, ob eine Regel erfüllt ist — das braucht eine manuelle Prüfung. „Nicht anwendbar“ heißt, die Regel betrifft die Seite gar nicht (z. B. eine Regel für Videos auf einer Seite ohne Video).
Warum muss ich vor dem Scannen eine Captcha-Prüfung durchlaufen?
Jeder Scan startet einen echten Browser und lädt die Zielseite — das kostet Rechenzeit. Die Captcha-Prüfung (löst sich normalerweise automatisch im Hintergrund) verhindert automatisierten Missbrauch des Dienstes.
Welche Daten werden beim Scannen gespeichert?
Gespeichert werden die gescannte URL und das Scan-Ergebnis (gefundene Verstöße, Score, Zeitstempel) für die Cache-Funktion. Details zum Umgang mit personenbezogenen Daten findest du in der Datenschutzerklärung.